Eine faire Zukunft gibt es nicht umsonst – Fair-Future-Day am Gymnasium Himmelsthür

Leine Deister Zeitung 22.1.16Mit der ferneren Zukunft beschäftigt man sich als Schüler in der Regel nicht so häufig. Für alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Himmelsthür stand die große Frage nach der Zukunft unseres Planeten aber am Dienstag, den 19. Januar im Mittelpunkt.

Mit Hilfe einer anspruchsvollen Multimedia-Show konfrontierte Björn Wiele, der Moderator der Initiative „Fair Future – der ökologische Fußabdruck“, sie mit den drängenden Fragen der globalen Zukunft.

Zunächst wurde den Gästen dabei das Konzept des „ökologischen Fußabdrucks“ selbst nahegebracht, einer theoretischen Maßeinheit, die helfen soll, die Naturbelastung durch jeden einzelnen Erdenbürger messbar und greifbar zu machen. Die Erkenntnis, wie weit der europäische Lebensstil von einer nachhaltigen Nutzung der Umwelt entfernt ist, sorgte für die ersten nachdenklichen Gesichter im Plenum. Auskommen mit dem, was der Planet uns zur Verfügung stellt, und diese Rohstoffe gerecht verteilen. So lassen sich die Kernforderungen der Initiative zusammenfassen.

Hiervon ausgehend wurden Beispiele für die ungerechte Verteilung der Ressourcennutzung in der Welt aufgezeigt und die Idee des fairen Handels entwickelt. Während z.B. in Südamerika und Asien für die Industrieländer Raubbau an der Natur betrieben wird, landen in Deutschland Tausende Tonnen von Essen auf dem Müll. Während die Industrieländer über grassierende Fettleibigkeit in ihren Gesellschaften klagen, hungern Menschen in vielen Ländern, aus denen unser Essen stammt. Verkehrte Welt.

Den jungen Teilnehmern wurde schnell deutlich, dass im Bereich der ökologischen Zukunft der Erde ganz viele Themen eine Rolle spielen, die in der Schule unterschiedlichen Fächern zugeordnet sind: natürlich Biologie, eine Menge Erdkunde und vor allem ganz viel Wirtschaft und Politik.

Die Reaktionen und Nachfragen der Schüler in den abschließenden Debatten bewiesen, dass sich viele gerade einen Monat nach der Klimakonferenz von Paris der immensen Aufgabe bewusst sind, die auf sie in ihrer Lebenszeit noch wartet. Für viele andere wurde dieser Erkenntnisprozess zumindest in einem anderen Rahmen als dem normalen Unterricht erneut angestoßen. Gleichzeitig setzten sich gerade die älteren Schüler aber auch kritisch mit den Thesen und Forderungen der Veranstaltung auseinander.

Unabhängig von der persönlichen oder auch politschen Einstellung zum Thema kann es nicht schaden, das Bewusstsein für die anstehenden Herausforderungen schon in der Schulzeit zu wecken, also einige Jahre bevor es die Schüler selbst sein werden, die über die notwendigen Maßnahmen für die Zukunft der Erde entscheiden müssen.

Biologielehrer Ulrich Will, der Initiator der Vortrags, zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Denkanstöße hat die Veranstaltung genügend geboten. Zu hoffen wäre, dass diesen jetzt auch Taten durch die Schlüler folgen.“

  • 01_Vortrag
  • 02_dreiViertel
  • 03_einViertel
  • 04_Beteiligung
  • 05_Film
  • 06_Referent
  • 07_Diskussion
  • 08_Technik

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Fotos:© Junker, Wanjura