Licht an!

So auch die Advents-Message von der Himmelsthür 2019. „Licht an“, der Titel von Sarah Maries Poetry-Slam, thematisiert die eigene Undankbarkeit. Denn selbst zu Weihnachten gehen scheinbar oft eher alle Lichter aus. Eindrucksvoll inszenierte dies die 5d unter der Leitung von Frau Diers: Streit über Weihnachtsgeschenke, den Besuch des Onkels, das Keksebacken und schließlich noch die respektlose Demaskierung eines Weihnachtsmanns durch seinen Enkel. Unsere Wünsche kennen offenbar keine Grenzen – erster Glaubenssatz in der Betriebswirtschaftslehre. Keksebacken? Antiquiert, stört nur das Zocken am Smartphone. Dem Onkel einen Kuss auf die Wange geben? „Mama, fahr doch selbst zu deinem Bruder!“ Weihnachten – das Fest der Liebe, das schönste des Jahres? Ja, denn es geht doch um das Licht von Weihnachten. Solange das nicht vergessen wird, ist alles gut.

Dass Familie Zwist bedeuten oder gar kaputt gehen kann, ist heutzutage sogar Hintergrund von modernen Rapliedern. „If you want love“ ist der Song eines Mannes, der mit seinem Kontrollzwang zu kämpfen hat. Was soll ein Mensch tun, wenn sein Vertrauen selbst gegenüber Mutter und Vater durch leidvolle Erfahrungen zutiefst erschüttert wurde? Welche Erwartungen hat der Mensch dann an Beziehungen, Partnerschaft, ja Menschen allgemein? Welche Verhaltensmuster hat er erlernt für Zeiten, die uns an die Grenze bringen. Flucht in Drogen? Flucht aus Beziehungen? Oder als Gegenreaktion auf das Elternverhalten: Flucht in die Kontrollillusion? NF lehnt sein altes, kaputtes Ich ab. Im Glauben an unsere Taufe auf Jesus von Nazareth bekennen wir Christen das Ende all dessen, was in uns kaputt ist. Das schenkt Freiheit für Vertrauensschritte, zu denen „If you want love“ ermutigt: Menschen zu vertrauen, Menschen Liebe zu schenken. So bekomme man sie. Gut, dass wir Christus kennen. Er verweist uns an die Liebe seines Vaters. Gemeindereferent Schwab erinnerte die Schulgemeinde an das Vaterunser als Gegenmacht gegen das Dunkle in unserem Unterbewussten. Das ist die Kraftquelle von Weihnachten zu dem, was NF rät: zu vertrauen und zu lieben.

Aus der Dunkelheit ins Licht. Nur in welches? Es gebe so viele, so die zehnten Klassen unter der Leitung von Frau Hüsemann und Herrn Flöter: „Irrlicht, Bremslicht, Tageslicht, Schwarzlicht, rotes Licht, du bist das Licht, Lichtermeer, Sonnenlicht, Standlicht, Kerzenlicht, Teelicht, Lichtquelle, Adventslichter, du bist das Licht.“ „Des Vaters Licht“, meinte eine Schülerin aus der zehnten Klasse. Ihre Mitschüler baten für die Familien, den Frieden und die Vorweihnachtszeit. Im Anschluss an Mt 5,14 kamen sie zu dem Schluss: „Und genau das ist die Botschaft der Adventszeit: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe, sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.“

Neben die Botschaft der Liebe stellte die Oberstufe unter der Leitung von Frau Walter dann den Gedanken Sarah Maries: den der Dankbarkeit. Die Dinge sind eben nicht so selbstverständlich, wie es uns oft vorkommt. Im Anschluss an den Evergreen „Africa“ entdeckten sie z.B. Dankbarkeit für die Schöpfung.

Die Inspiration, merkt man schon, kam wieder aus der Musik, deren Gesamtverantwortung bei Herrn Schonebeck lag. Und es war ein Genuss. Der Bläserkreis unter der Leitung von Herrn Buschau stimmte stets mit Rudolfs Rentier ein und ließ am Ende immer die Tore hoch und weit machen. Die Bands, BGs und Snax (Leitung Schonebeck und Blohmer), ließen es mit ihrem Song jeweils krachen bzw. ernster werden. Herrn Blohmers 5e brachte das Kirchenschiff mit ihrem Trommelwirbel zum Beben. Gänsehaut erzeugte der Oberstufenchor. Allen Beteiligten an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Musik und Wortbeiträge, auch an Herrn Pfarrer Schäfers, Herrn Gemeindereferent Schwab und last, but not least Frau Pastorin Blanke, die uns den Segen spendeten und zum Vaterunser aufriefen: dem Gebet Jesu.

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© Text: B. Voigt, Fotos: N. Floeter